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Erdbeben Haiti

 

Erdbeben auf Haiti
Am 12. Januar 2010 trat ein riesiges Erdbeben (7,1 auf der Richter-Skala) in einer bevölkerungsreichen Gegend nahe der Hauptstadt Port-au-Prince auf und hat auf Haiti großes Unheil angerichtet. Tausende Flüchtende, zerstörte Gebäude und großer Schaden an der bereits unausgereiften Infrastruktur. Es ist das schlimmste Erdbeben dieser Stärke, das Haiti je erlebt hat.

 

 


 

 

 

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Humanity First ist mit einem Disaster Response Team vor Ort, bestehend aus Medizinern und Logistikexperten aus Kanada und den USA. Weitere Teams aus Europa bereiten sich derzeit auf Operationen in Haiti vor. Humanity First Deutschland unterstützt den Einsatz zur Zeit nur finanziell, weitere Hilfemaßnahmen sind in Planung. Mehrere Zehntausend US-Dollar konnten zwar innerhalb der letzten 2 Tage von Humanity First bereitgestellt werden, aber es mangelt dennoch an weiteren Gütern.

Update: Dienstag, 19.01.2010


Such- und Rettungstrupps, bestehend aus 1.500 Arbeitern verschiedener Hilfsorganisationen der Welt haben in der Hauptstadt Port-au-Prince bisher 70 Menschen retten können. Neben Port-au-Prince ist ein Küstenstreifen im Westen der Stadt Leogane besonders stark betroffen. Über 90% der Gebäude sind zerstört worden. Schätzungen zufolge sind derzeit über 3 Millionen Menschen ohne Dach über dem Kopf und ohne Essensversorgung.

In Port-au-Prince herrscht der Ausnahmezustand. Einige Ersthelfer wurden bei der Essensverteilung sogar angegriffen, so groß ist die Angst und die Verzweiflung bei den Notleidenden.

Das Humanity First Disaster Response Team (derzeit 14 Helfer) ist vor Ort und leistet in erster Linie medizinische Hilfe. Letzte Nacht behandelten unsere Ärzte 35 Patienten, 4 davon schwebten in Lebensgefahr. Alle Patienten sind inzwischen auf dem Weg der Genesung und erhalten weiterführende Hilfe in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Krankenhaus. Ein weiteres Team von Humanity First, sowie Güter zur Versorgung des bereits vorhandenen Teams, sollen in den nächsten Tagen in Haiti eintreffen.


Humanity First hat ein Disaster Response Team vor Ort nahe Port-au-Prince, bestehend aus 14 ehrenamtlichen Ärzten und Helfern, sowie 2 ortskundigen Haitianern. Der Zugang zum Krisengebiet in Haiti geschieht von Santiago De Los Caballeros aus (Dominikanische Republik). Gestern (18.01.2010) arbeiteten wir zusammen mit dem Jimani Village Hospital (Jimani, Dom. Rep.) wo wir 35 Patienten behandelt haben, 4 davon schwebten in Lebensgefahr. Ein Teil fuhr dann weiter nach Port-au-Prince. Aufgrund der gebrochenen Straßen und dem unebenen Terrain kommt man nur sehr langsam voran. Internet und Mobiltelefone sind nahezu nicht nutzbar. Der Konvoi wird von der Armee der Dom. Rep. begleitet. Heute morgen erreichten die Helfer Port-au-Prince und stellten zuerst einmal Kontakt zum UN Relief Office nahe des Flughafens her. Es wird versucht eine sichere Route zum Schadenszentrum zu finden, dabei werden Straßen benutzt, wo wenige Menschenmassen sind, was die Arbeit erschwert. Die Straßen sind voll mit Leuten, die auf Hilfe warten, besonders auf Wasser, da es hier derzeit kaum sauberes Trinkwasser gibt. Humanity First leistet derzeit vor Allem medizinische Hilfe, aber auch Nahrungs- und Wasserversorgung, soweit möglich. Das Team hat seit heute (19.01.2009) 9:30 a.m. eine mobile Klinik geöffnet, in der Verletzte Hilfe erhalten.


Update: Donnerstag 21.01.2010

Aktuelle Zahlen zum Erdbeben:
Offizielle Todeszahl: 75.000 Menschen, hauptsächlich in der Hauptstadt Port-au-Prince
Vermutlich 20.000 Tote in den Städten süd-westlich der Hauptstadt, insbesondere Leogane (Bevölk. 134.000, 90% Zerstörung), Gressier (Bevölk. 25.000, 40% Zerstörung), Carrefour (Bevölk. 334,000, 50% Zerstörung) und Jacmel (Bevölk. 34,000, 60% Zerstörung); Die geschätzte Gesamt-Todeszahl durch das Erdbeben liegt weit über 100.000. Weitere 250.000 Verletzte, sowie über 1 Millionen Menschen obdachlos.

Mobile Klinik von Humanity First in Haiti

 

Das Team von Humanity First, bestehen aus 14 Ärzten und Helfern, sowie 2 einheimischen Haitianern betreibt nun seit einigen Tagen die mobile Klinik und versorgt zahlreiche Verletzte mit medizinischer und seelischer Hilfe. Mund-zu-Mund-Propaganda der versorgten Patienten führte zu großem Zulauf bei unserem Team vor Ort, was seit Dienstag 9:30 Uhr zu einem ständigen Andrang von Patienten führte, bereits 160 Fälle waren es am ersten Tag. Die meisten Verletzungen waren gebrochene Rippen und Gliedmaßen, sowie infizierte Wunden.

Derzeit wird ein weiteres Camp aufgebaut, um die Notleidenden mit warmen Mahlzeiten und Wasser zu versorgen. Um die Versorgung der Camps zu gewährleisten, etabliert das Humanity First Logistik Team in der Dominikanischen Republik Knotenpunkte in Puerta Plata, Santo Domingo und Jimani, von wo aus Nachschub an Medizin und Nahrungsmitteln nach Haiti transportiert wird. Ab heute Abend (21.01.2010) werden weitere Teams aus den USA, Kanada und Großbritannien mit Versorgungsgütern erwartet. Große Mengen an Spendengeldern werden benötigt, um dringend benötigte Medizin, Nahrung und andere Hilfsmittel kaufen zu können.


Update: Freitag 22.01.2010

Nachbeben am Mittwoch Morgen! Im Westen der Stadt gab es am Mittwoch, 20.01.2010 gegen 06:30 Uhr ein Nachbeben von 6,1 auf der Richterskala. Die Menschen gerieten in Panik, jedoch nach einiger Zeit war die Lage wieder beruhigter. Unser Ärzte-Team muss eine ansteigende Zahl von Verletzten versorgen. Allein am Mittwoch waren es 300 Fälle. Erhöht wurde der Zulauf durch Radiostationen und Behörden, die darauf hinwiesen, dass nicht-lebensgefährlich verletzte Menschen zur mobilen Klinik von Humanity First gehen können.

Laut dem Humanity First Team Leiter vor Ort, arbeitet die Mannschaft täglich mindestens 18 Stunden am Stück, aber die Stimmung ist aufgrund der versorgten Patienten gut. Da am Wochenende weitere Teams von Humanity First erwartet werden, wird ein Teil der Ärzte voraussichtlich ins örtliche Krankenhaus gehen, um den Chirurgen zu helfen, die zahlreiche Amputationen durchführen müssen und andere Fälle von Schwerverletzten zu behandeln haben. Mehr als 20 Chirurgen, Allgemeinmediziner und Logistikexperten verlassen gerade ihre Heimat Richtung Dominikanische Republik, um nach Haiti zu gelangen.


Update: Dienstag 26.01.2010

Die erwarteten Ärzte und Helfer von Humanity First zur Verstärkung des Teams vor Ort sind am Sonntag (24.01.2010) in Haiti angekommen. Allein am Sonntagmorgen wurden in unserem Camp bereits mehr als 60 Patienten behandelt.

Die Verbindung zu unseren Helfern vor Ort ist derzeit sehr schlecht, weswegen nur sporadisch Nachrichten weitergeleitet werden konnten.

Vertreter von Humanity First nahmen vor Ort an einem Treffen der UN teil demnach es im Camp der französischen Hilfsorganisation "Médecins du Monde" an Ärzten fehlt, da dort mehr als 20.000 Menschen Hilfe benötigen. Es wird überlegt, ob dort einige Ärzte von Humanity First aushelfen. Das Gesundheitsministerium von Haiti stellt nun nicht mehr Operationen, sondern Sauberkeit, Prävention und Promotion in den strategischen Fokus. Die WHO und UNICEF werden deshalb ab heute mit Schutzimpfungen bei Kindern beginnen.

Anbei ein Videobericht von CP24 - Toronto News über Humanity First Kanada
(Quelle: www.youtube.com)


Update: Montag, 01.02.2010

Inzwischen kehren viele Helfer in ihre Heimat zurück, nachdem sie seit Aufkommen des Erdbebens vor Ort Hilfe geleistet haben. Abgelöst werden Sie von neuen, frischen Teams und Helfern, die teils bereits angekommen sind, teils noch auf dem Weg von der Dominikanischen Republik aus nach Haiti unterwegs sind. Einige Fluggesellschaften waren bereit, uns kostenlose Charter-Flüge zu gewähren. Einige Teams arbeiten an der Grenze in Jimani, andere direkt in Port-au-Prince und andere in Carrefour im Camp der UN.

Gemeinsam mit den neuen Helfern kamen auch Medikamente und Kleidung an. Die Helfer leisten weiterhin Schwerstarbeit. Allein am Freitag behandelten die Teams insgesamt mehr als 930 Patienten (784 in Carrefour und 150 in Port-au-Prince). Die meisten der Patienten waren in kritischer Lage, einige hatten auch Fieber, starke Schmerzen, aber auch Frakturen, sowie psychosomatische und post-traumatische Störungen.

In Port-au-Prince arbeitet das Team eng mit anderen Hilfsorganisationen und mit der UN zusammen. Die Telekommunikation funktioniert inzwischen auch wieder einwandfrei und auch die Nahrungsmittelbeschaffung ist einfacher geworden. Benötigt werden für den weiteren Verlauf aber haltbare Lebensmittel, Konserven, Wasser und Zelte für die Camps.

Sehen Sie anbei einen weiteren Videobericht über Humanity First im kanadischen Fernsehen (Quelle: www.youtube.com)

Bitte spenden Sie auch weiterhin für die Opfer des Erdbebens. Die Hilfemaßnahmen sind langfristiger Natur und geht über den Hype der Medien hinaus, bitte beachten Sie das und unterstützen Sie weiterhin unsere Hilfstruppen vor Ort, die auf die zu Verfügung gestelten Mittel angewiesen sind. Vielen Dank!


Update: Montag, 08.02.2010

Quelle: Youtube.com

Fast einen Monat nach dem Erdbeben von Haiti beträgt die Zahl der Todesopfer laut Premier Minister Bellerive über 212.000 Menschen, wobei viele der Leichen immer noch unter den Trümmern begraben liegen. Ohnehin ist dies jedoch bereits die höchste Zahl an Todesopfern, die je eine Naturkatastrophe auf dem amerikanischen Kontinent verursacht hat. Die endgültigen Zahlen liegen Schätzungen zufolge zwischen 240.000 und 280.000 Toten. Weitere 300.000 Verletzte wurden bisher behandelt und mehr als 2 Millionen Menschen sind derzeit obdachlos, ein Großteil davon sind Kinder. (Klicken Sie hier für eine Berichtsübersicht der Schadensregionen auf Haiti)

Unser Team in Port-au-Prince behandelt weiterhin Kranke und Verletzte. Insgesamt behandelten unsere Ärzte und Helfer mehr als 4.100 Verletzte, weit über 4 Tonnen medizinischer Hilfsmittel und Operationsmaterialien wurden nach Haiti überführt.

Inzwischen ist das Team aus Großbritannien wieder in der Heimat angekommen, während ein weiteres Team, bestehend aus 14 Ärzten und Helfern, aus USA und Kanada mit Flügen der Vereinten Nationen nach Haiti unterwegs ist. Insgesamt sind nun 51 Leute von Humanity First im Krisengebiet vor Ort.

Die Situation in Haiti verändert sich zusehends, da nun anstatt offener Wunden und Verletzungen die Angst vor Seuchen und Infektionen steigt, sowie die Weiterversorgung der behandelten Patienten im Vordergrund steht.

Dr. Daud, Koordinationsleiter von Humanity First auf Haiti kommentierte dies mit den folgenden Worten:
„Die Notwendigkeit nach Operationen besteht weitestgehend nicht mehr. Nun müssen wir in die nächste Phase gehen, der Prävention von Seuchen und der allgemeinen medizinischen Versorgung. Was die Rehabilitationsphase angeht arbeiten wir bereits seit 3 Jahren an Projekten zum Aufbau von Bildung und der Infrastruktur hier in Haiti und wir rechnen damit, hierauf für die nächsten Monate weiterhin den Fokus zu legen, während sich das Land erholt. Derzeit arbeiten wir am Wiederaufbau eines Waisenheims, der Instandsetzung von Wasser-Filter-Anlagen und der mittelfristigen Versorgung einer Gemeinde von etwa 5.000 Menschen.“

Die Flüchtlings-Camps auf Haiti werden also noch für einige Monate aufrechterhalten werden müssen, da stets mehr Menschen dort Zuflucht suchen, die auch weiterhin unsere Hilfe brauchen.


Update: Montag, 15.02.2010

Ein kurzes Update, das uns über die Arbeit der Hilfskräfte von Humanity First vor Ort auf dem Laufenden hält:

Im Medical Relief Camp werden täglich etwa zwischen 150-200 Patienten behandelt. Weitere 50-200 werden in der Umgebung und anderen Regionen behandelt.
Weiter wurden 170 Wasseraufbereitungs-Sets zur Verfügung gestellt, weitere dieser Sets werden in etwa 2 Wochen eintreffen.
Neben einer Wasseraufbereitungseinheit, die wir im Da Dau Duo Camp installiert haben, werden wir mit zwei weiteren Einheiten von einer anderen NGO unterstützt.
Ein neues Team mit Fachärzten und Logistikern ist in Santo Domingo (Dom.Rep.) eingetroffen, einige andere Helfer wiederum befinden sich auf dem Heimweg.
Nicht-medizinische Hilfeleistungen für Waisen- und andere Camps werden fortgesetzt.


Update: Dienstag, 23.02.2010

Unsere Ärzte und Helfer arbeiten kontinuierlich auf Haiti weiter. In der momentanen Phase wird besonders die medizinische und anderweitige Versorgung der Waisenkinder und angrenzenden Camps sichergestellt. Bisher wurden seitens Humanity First insgesamt mehr als 5 Tonnen Hilfsgüter nach Haiti verschifft, sowie mehr als 9000 Patienten von unseren Teams behandelt. Weiterhin hat Humanity First die Infrastruktur geschaffen, um täglich bis zu 7000 Menschen mit Trinkwasser zu versorgen. Zwei weitere Wasser-Filteranlagen werden derzeit installiert. Im nächsten Schritt ist die langfristige Versorgung mit Trinkwasser, Obdach, Bildung und medizinischer Versorgung geplant, besonders hinsichtlich der aufkommenden Jahreszeit, die bekannt ist für Regenfälle und Hurrikans.

Spenden werden weiterhin dringend benötigt, um diese Versorgung und Stabilisierung zu gewährleisten. Auch aus Entwicklungsländern gab es Spenden an Humanity First, so beispielsweise aus Burkina Faso, Mauritius, Uganda und Kenia. Obwohl manche dieser Menschen weniger als 2,- US-Dollar am Tag haben, spenden Sie davon einen Dollar für Haiti. Das ist wahre Menschlichkeit. Vielen Dank besonders an diese Selbstlosigkeit.

Bitte spenden auch Sie weiter, Vielen Dank dafür!
Spendenkonto:
Humanity First Deutschland
Frankfurter Volksbank eG
Kto: 500 284 676
BLZ: 501 900 00
Verwendungszweck: HAITI

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